Türkei Klip
Zonguldak
Zonguldak verdankt seine Gründung der Entdeckung von Kohlevorkommen an der Schwarzmeerküste. Kohlehafen und Schwerindustrie ließen die Einwohnerzahl schnell auf über 100 000 anwachsen. Früher wurde die Kohle auch ins Ausland exportiert. Der Abantsee im Hinterland liegt inmitten eines ausgedehnten Waldgebietes und bietet sich für Wassersport und Erholung an.
Die Moderne Stadt “Van”
Van ist die Metropole am gleichnamigen See und liegt 1720 m ü. M. Die moderne Stadt mit ihren 120000 Einwohnern erstreckt sich unterhalb des Zitadellenhügels. Van soll einst Hauptstadt des Urartäerreiches gewesen sein. Heute kommen viele Kulturtouristen hierher, die sich für die Geschichte der Region und das frühe Christentum in diesem Raum interessieren. Die Insel Achtamar mit der einstigen armenischen Klosterkirche aus dem Jahr 920 gehört dazu. Der Vansee hat die siebenfache Größe des Bodensees und ist mehrere hundert Meter tief.
Urfa
Urfa, auf neueren Landkarten Sanlıurfa genannt, das alte Edessa, besitzt mit dem Birket Ibrahim, dem Teich des Abraham, seine Sehenswürdigkeit. Vorbeikommende Christen und Moslems füttern hier Karpfen, weil der Erzvater Abraham hier schon gerastet haben soll. Auf dem Vorplatz vor dem Teich, ist in Englisch zu lesen: Dies ist die Grotte, wo der Prophet Abraham geboren wurde! Zahlreiche Menschen warten auf Einlaß und gehen betend, ohne Schuhe, bis zu einer Quelle, deren Wasser heilsam für die Augen sein soll. Ein Erlebnis besonderer Art ist der dortige Basar, der sich durch wohltuende Ursprünglichkeit von anderen unterscheidet.
Truva
Truva, das von Heinrich Schliemann entdeckte legendäre Troja, liegt auf dem Hügel Hislank, auf dem bisher neun Bebauungsschichten freigelegt wurden. Die älteste geht bis ins Jahr 3200 v.Chr. zurück. Nach einer Besichtigung der Ausgrabungsstätte besucht man das Archäologische Museum.
Trabzon
Trabzon zählt neben Samsun zu den Schwerpunkten an der türkischen Schwarzmeerküste. Die Stadt ist Ausfuhrhafen für Haselnüsse, Tee, Tabak, Holz. Hier legt auch das Fährschiff an, das von Istanbul kommt. Schön ist die an einen Berghang gebaute Altstadt. Noch immer sind viele Bauten aus byzantinischer und osmanischer Zeit erhalten. Besonders erwähnt seien die Hagia Sophia und die Kirche der heiligen Anna. Die Fresken der Hagia Sophia wurden teilweise restauriert. Mancher Moschee ist die christliche Vergangenheit anzumerken. Am östlichen Stadtrand, beim Busbahnhof, führt eine Straße nach Maçka und zum Sumelakloster, dem Monte Cassino der Schwarzmeerküste. Vom Parkplatz und Gasthaus unterhalb des Klosters führt ein halbstündiger Wanderweg zur Klosterruine, 300 Höhenmeter gilt es zu überwinden. Die mächtige Fassade wurde um 1800 vorgebaut; die darunterliegenden Klosterzellen und Kapellen scheinen viel älter. Die Mönche mußten das Kloster 1923 aufgeben. Leider befinden sich viele Fresken in einem bedauernswerten Zustand. Den Rückweg sollte man auf einem Forstweg antreten, ein lohnender Umweg mit Blick auf die Klosterruine und einen Wasserfall. Schön ist es hier im Frühsommer, wenn der Rhododendron und die gelbe Waldrose blühen. Freitags ist ein Besuch von Yomra zu empfehlen, um sich den Markt anzuschauen.
Tokat
Tokat, die Nachfolgerin des antiken Comana Pontica, liegt in einer zerrissen wirkenden Landschaft, Erosionserscheinungen zeigen sich ringsum. Die Stadt wird von einer alten Zitadelle überragt. Sehenswert ist die Gök Medrese, die Blaue Koranschule, die nun als Museum dient und beachtliche Ausstellungsstücke aufweist, darunter viele Funde aus dem alten Comana. Auch die Hatuniye Moschee lohnt einen Besuch. Von Tokat aus sollte man sich besonders die alte osmanische Stadt Amasya anschauen.
Tatvan
Tatvan, am berühmten Vansee gelegen, hat Schiffsverbindungen mit Van und Bahnverbindung mit Malatya. Tatvan wird durch die Orte im Nahbereich aufgewertet. Hierzu zählen Ahlat, Eski Ahlat und Bitlis. Es sind Orte, die mit geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Werten aufwarten. Alle Bauwerke gehören der Seldschukenzeit an.
Sultanhani
Die bei Aksaray gelegene Karawanserei zählt zu den besterhaltenen. Die befestigte Anlage mit Stallungen, Warenlagern, Wohn- und Wirtschaftsräumen und Moschee stammt aus dem 13. Jahrhundert.
Sivas
Sivas, etwa 400 km östlich von Ankara gelegen, zählt zu den interessantesten Orten der Osttürkei. Zahlreiche Bauten aus der Seldschukenzeit bilden den Reichtum der Stadt. Schönstes Beispiel ist die Cifte Minare Medresesi, eine einstige Koranschule von 1271, mit zwei Minaretten und großartigen Steinmetzarbeiten. Nicht weniger beeindruckend die Muzaffer Bürüçiye Medresesi, gleich daran anschließend, sowie die Ulu Cami, ein Pfeilerbau mit 11 Schiffen. Einen guten Überblick bietet die Kaie, ein Hügel, auf dem einst die Zitadelle stand. Heute gibt es dort nur Gaststätten und Teehäuser und eine schöne Aussicht auf die Stadt. Im Nahbereich liegen mehrere Heilbäder, über die das Verkehrsbüro (Turist ofisi) informiert. Reizvoll ist Balikli Çermik bei Kangal. Im Thermalbad sind die Beckenwände gemauert, der Boden aber ist mit Kies bedeckt. In den Becken schwimmen Tausende kleiner Fische. Kaum ist man im Wasser, nähern sich die Fische und konzentrieren sich auf bestimmte Körperteile. Die Konzentrationspunkte der Fische sollen Krankheitsherde anzeigen.

